Vortrag „Die Feste Calenberg – eine welfische Burgruine bei Schulenburg“

Dr. Sebastian Messal, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege

Die Feste Calenberg ist eine historische Burgruine. Sie wurde erstmals am Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt und war ursprünglich eine Turmburg, die von Otto dem Strengen gegen die Bischöfe von Hildesheim errichtet wurde. Die Burg gab der Region ihren Namen „Calenberger Land“. Die Feste Calenberg diente den welfischen Herzögen als Residenz und Verwaltungssitz. Im Laufe der Jahre wurde sie mehrmals erweitert und nahm schließlich die Form einer quadratischen Burganlage an. Während der Hildesheimer Stiftsfehde konnte die Feste Calenberg 1519 einer fast vierwöchigen Belagerung standhalten. Im 30-jährigen Krieg wurde die Anlage zerstört und später niedergelegt, da sie den militärischen Anforderungen nicht mehr entsprach. Nach 1690 wurden auch das Schloss und die Amtsgebäude abgerissen. Heute sind noch oberirdische Reste der einst stattlichen Befestigungswerke zu sehen, darunter der Wall, der Batterieturm und Teile der Kellergewölbe unter dem Schloss.