Lothar Meyer-Mertel, Loge Pforte zum Tempel des Lichts

Beginn: 17.00 Uhr, Treffpunkt: 16.45 Uhr im Innenhof, Keßlerstraße 57

In der Hildesheim Bevölkerung hält sich für das Logenhaus hartnäckig nach wie vor die Bezeichnung Dompropstei, als welche sie 1534 durch den Propst Graf Otto von Schaumburg errichtet und genutzt wurde. Dabei befindet sich das Haus bereits seit 1804 im Besitz der Freimaurer. 1633, im Dreißigjährigen Krieg, wurden große Teil des Hauses durch einen Brand zerstört, lediglich der Gewölbekeller und die Torgebäude aus dem Jahr 1583 blieben verschont, 1662 wurde das Gebäude in seiner heutigen Form wiederaufgebaut, 1822 um einen Anbau erweitert. Im Rahmen des Verbotes der Freimaurer und der damit zusammenhängenden Enteignung durch die Nationalsozialisten 1936 wurde das Gebäude durch den Reichsluftschutzbund genutzt. Während des Krieges diente der Gewölbekeller den Anwohnern der Umgebung als Luftschutzbunker. 1948 wurde das Gebäude den Freimaurern zurück übereignet. Heute gilt das Logenhaus als eines der schönsten historischen Gebäude Hildesheims. Im Rahmen der Führung werden der historische Gewölbekeller aus dem 16. Jahrhundert, der Barocksaal im Erdgeschoss, sowie der sonst nur selten zugängliche „Tempel“ der Freimaurer gezeigt.  Im Rahmen der Führungen werden auch Fragen zur Freimaurerei im Allgemeinen und zur Hildesheimer Loge im Besonderen beantwortet.